lipasanF® richtig dosieren — Schritt für Schritt
Viele Gastronomen machen denselben Fehler: Sie geben das Produkt einfach in den Abfluss und warten. Dabei kommt es weniger auf die Menge an als auf drei Dinge: den richtigen Zeitpunkt, die richtige Verdünnung und den richtigen Dosierpunkt.
Andy ist seit über 20 Jahren Küchenleiter. In diesem Video zeigt er, wie er lipasanF® dosiert — und warum ausgerechnet der letzte Schritt am Abend entscheidend ist.
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Das Problem: Warum Fettabscheider in der Gastronomie zum Kostentreiber werden
Ein durchschnittlicher Gastronomiebetrieb füllt seinen Fettabscheider schneller als vorgeschrieben. Pflichtentleerungen nach DIN EN 1825 sind teuer — je nach Abscheidergröße und Region fallen 300–900 € pro Entleerung an, bei vielen Betrieben 8–12 Mal im Jahr.
Das Ziel ist nicht, Entleerungen zu umgehen — das ist gesetzlich nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Sondern: die Intervalle zwischen Pflichtentleerungen nachweislich zu strecken, Betriebskosten zu senken und ungeplante Notentleerungen zu eliminieren. Genau das zeigt Andy.
Was du im Video lernst
Drei Punkte, die Andy in jedem Betrieb zuerst klärt:
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1
Abends dosieren — nach dem letzten Spülgang, damit die Kulturen ungestört über Nacht wirken können
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2
Verdünnung 1:10 mit lauwarmem Wasser (max. 40 °C) — nie pur, nie mit kochendem Wasser
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3
Mindestens 30 Minuten Abstand zu chlorhaltigen Reinigern — Chlor inaktiviert die Lipasen-Kulturen sofort
Warum abends — die Mikrobiologie hinter der Regel
lipasanF® enthält spezialisierte, Lipasen-bildende Mikroorganismen. Das sind keine schnell wirkenden Chemikalien — sie brauchen Zeit und Stabilität, um Triglyceride enzymatisch aufzuspalten. Das ist ihre Stärke, und gleichzeitig ihre Voraussetzung.
Dosierung am Morgen oder mitten im Betrieb bedeutet: Das Produkt wird mit dem nächsten Spülwasser-Schwall durch den Abscheider gespült, bevor es nennenswert wirken kann. Chlor aus Reinigern tut sein Übriges. Das Ergebnis: kein messbarer Effekt, frustrierte Betreiber.
Abends bleibt das Produkt ungestört im System. Die Kulturen heften sich an Fettoberflächen und beginnen, Fettmoleküle systematisch aufzubrechen. Nach sechs bis acht Stunden Ruhe sind erste Unterschiede messbar — zuerst olfaktorisch, nach einigen Wochen auch bei der Entleerungsfrequenz.
„Die richtige Technik bringt nichts, wenn die Dosierung falsch ist. Das habe ich in 20 Jahren gelernt."