Kläranlage · Referenz Hessen · Stadtwerke Pfungstadt · 5 Min. Lesen · Video: 5:10

Stadtwerke Pfungstadt: 30 % weniger Räumungen mit lipasanF®

Die Stadtwerke Pfungstadt betreiben die kommunale Kläranlage der Stadt Pfungstadt im Kreis Darmstadt-Dieburg. Im Interview erklärt der zuständige Kläranlagenleiter, warum sie lipasanF® in den Betrieb integriert haben und was sich seitdem verändert hat.

Pfungstadt ist ein Referenzfall für mittlere kommunale Kläranlagen: überschaubare Kapazität, heterogenes Einzugsgebiet (Haushalt + Gastronomie), saisonale Belastungsspitzen. Ein Umfeld, das viele Betreiber kennen.

Kläranlagenleiter, Stadtwerke Pfungstadt

Stadtwerke Pfungstadt · Kreis Darmstadt-Dieburg · Hessen


Mittlere Kommunalkläranlagen und ihre Fett-Problematik

Mittlere kommunale Kläranlagen — zwischen 5.000 und 50.000 Einwohnerwerten — stehen vor einem spezifischen Problem: Sie haben nicht die Kapazitäten großer Zentralkläranlagen, müssen aber dieselben Reinigungsleistungen erbringen. Fett aus dem Einzugsgebiet — besonders aus Gastronomie und Imbissbetrieben — belastet das Vorklärbecken und stört die biologische Klärstufe.

Pfungstadt hat dieses Problem systematisch angegangen: Erst Analyse der Fettfrachten im Zulauf, dann Pilotphase mit lipasanF® an den kritischen Punkten, dann Auswertung.

Der Kläranlagenleiter erklärt — vor Ort in Pfungstadt

Interview und Rundgang durch die Anlage. Keine Studioproduktion.

Stadtwerke Pfungstadt · Kläranlage · Interview mit dem Betriebsleiter Untertitel verfügbar: DE · EN · FR · ES · IT · PT · DA · HR
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Betriebsleiter: „Wir hatten das klassische Problem: Im Vorklärbecken sammelte sich deutlich mehr Schwimmschlamm als die Planung vorsah. Wir haben das auf erhöhte Fetteinträge zurückgeführt — vor allem aus dem Gastronomiebereich in der Innenstadt. Wir haben dann verschiedene Ansätze diskutiert — mechanische Aufrüstung, häufigere Räumung — und uns letztendlich entschieden, erst eine biologische Ergänzung zu testen, bevor wir investieren. lipasanF® wurde über drei Monate im Zulaufbereich dosiert. Die Ergebnisse waren eindeutig: Der Schwimmschlamm im Vorklärbecken hat abgenommen, die Qualität des Ablaufs aus der Vorklärung hat sich verbessert, und wir hatten weniger manuelle Räumungsintervalle. Was mich persönlich überrascht hat: Die Stabilisierung war kontinuierlich, nicht schlagartig. Man merkt es erst nach zwei bis drei Wochen — aber dann ist es reproduzierbar. Wir haben das Produkt jetzt fest im Betrieb. Wir dosieren automatisch, kontrollieren monatlich, und haben die Räumfrequenz des Vorklärbeckens um etwa 30 Prozent reduzieren können."

Was Pfungstadt in der Pilotphase erreicht hat

Drei dokumentierte Veränderungen nach drei Monaten Pilotphase:

  1. 1

    Schwimmschlamm im Vorklärbecken reduziert — weniger manuelle Räumungsintervalle notwendig

  2. 2

    Ablaufqualität aus der Vorklärung verbessert — messbar im Laborprotokoll

  3. 3

    Räumfrequenz um ~30 % reduziert — automatische Dosierung, monatliche Kontrolle genügt

Warum biologische Vorreinigung für mittlere Kläranlagen sinnvoll ist

Investitionen in mechanische Erweiterungen sind teuer und dauern lange. Eine biologische Ergänzung kann in wenigen Wochen implementiert werden — mit überschaubaren Betriebskosten und messbarer Wirkung. Pfungstadt hat diesen Weg gewählt, bevor mechanische Maßnahmen beschlossen wurden.

Der entscheidende Punkt für kommunale Entscheider: Die Wirkung ist kontinuierlich und skalierbar. Sie ersetzt keine mechanische Reinigung, aber reduziert die Frequenz. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit und entlastet das Betriebspersonal.

„Wir haben die Räumfrequenz des Vorklärbeckens um 30 Prozent reduzieren können — das war unser messbares Ziel."

— Kläranlagenleiter, Stadtwerke Pfungstadt

Fragen zur biologischen Unterstützung in kommunalen Kläranlagen

Wie lange dauert es, bis sich Ergebnisse zeigen?
Pfungstadt berichtet: erste messbare Verbesserungen nach 2–3 Wochen, stabile Ergebnisse nach 6–8 Wochen. Das ist typisch für die biologische Vorreinigung.
Wie aufwändig ist die Integration in den laufenden Betrieb?
Minimal. Pfungstadt dosiert automatisch über einen Dosierer. Einstellung und Kalibrierung dauern in der Regel einen halben Tag. Die monatliche Kontrolle ist Routineaufwand.
Können wir eine Pilotphase auch ohne Messtechnik durchführen?
Ja, allerdings empfehlen wir zumindest einfache Protokollführung (Räumvolumen, Räumhäufigkeit), um den Effekt sauber dokumentieren zu können. Das vereinfacht spätere Entscheidungen erheblich.