Stadtwerke Pfungstadt: 30 % weniger Räumungen mit lipasanF®
Die Stadtwerke Pfungstadt betreiben die kommunale Kläranlage der Stadt Pfungstadt im Kreis Darmstadt-Dieburg. Im Interview erklärt der zuständige Kläranlagenleiter, warum sie lipasanF® in den Betrieb integriert haben und was sich seitdem verändert hat.
Pfungstadt ist ein Referenzfall für mittlere kommunale Kläranlagen: überschaubare Kapazität, heterogenes Einzugsgebiet (Haushalt + Gastronomie), saisonale Belastungsspitzen. Ein Umfeld, das viele Betreiber kennen.
Vollständiges Transkript lesen
Mittlere Kommunalkläranlagen und ihre Fett-Problematik
Mittlere kommunale Kläranlagen — zwischen 5.000 und 50.000 Einwohnerwerten — stehen vor einem spezifischen Problem: Sie haben nicht die Kapazitäten großer Zentralkläranlagen, müssen aber dieselben Reinigungsleistungen erbringen. Fett aus dem Einzugsgebiet — besonders aus Gastronomie und Imbissbetrieben — belastet das Vorklärbecken und stört die biologische Klärstufe.
Pfungstadt hat dieses Problem systematisch angegangen: Erst Analyse der Fettfrachten im Zulauf, dann Pilotphase mit lipasanF® an den kritischen Punkten, dann Auswertung.
Was Pfungstadt in der Pilotphase erreicht hat
Drei dokumentierte Veränderungen nach drei Monaten Pilotphase:
-
1
Schwimmschlamm im Vorklärbecken reduziert — weniger manuelle Räumungsintervalle notwendig
-
2
Ablaufqualität aus der Vorklärung verbessert — messbar im Laborprotokoll
-
3
Räumfrequenz um ~30 % reduziert — automatische Dosierung, monatliche Kontrolle genügt
Warum biologische Vorreinigung für mittlere Kläranlagen sinnvoll ist
Investitionen in mechanische Erweiterungen sind teuer und dauern lange. Eine biologische Ergänzung kann in wenigen Wochen implementiert werden — mit überschaubaren Betriebskosten und messbarer Wirkung. Pfungstadt hat diesen Weg gewählt, bevor mechanische Maßnahmen beschlossen wurden.
Der entscheidende Punkt für kommunale Entscheider: Die Wirkung ist kontinuierlich und skalierbar. Sie ersetzt keine mechanische Reinigung, aber reduziert die Frequenz. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit und entlastet das Betriebspersonal.
„Wir haben die Räumfrequenz des Vorklärbeckens um 30 Prozent reduzieren können — das war unser messbares Ziel."